• Uwe von Grafenstein

GUTER ESPRESSO = GUTES BUSINESS

Was hat Espressozubereitung mit Unternehmertum zu tun und was kannst Du von der Barista-Kunst lernen, um als Führungskraft oder Unternehmer noch erfolgreicher zu werden?



Lass mich Dir direkt am Anfang sagen, worum es im Kern geht: Fokussiere Dich auf die wichtigen und richtigen Details und lasse alles andere weg.


Denn wenn Du die Kern-Details nicht beachtest - egal ob bei der Espressozubereitung oder dem Geschäftsleben - dann wird beides nicht erfolgreich: Entweder wird Dir das Ergebnis nicht schmecken oder Dein Geschäft wird nicht aufblühen.



Auswahl der Zutaten


Im Kern geht es also darum, dass Du die besten Zutaten auswählst. Wenn Du schon zu Beginn des Prozesses schlechte Bohnen verwendest, dann wirst Du mit Sicherheit nur schlechten Espresso zubereiten.


Wenn Du schlechte Business-Ideen hast oder minderwertige Produkte, dann wirst Du auch in diesem Bereich nicht erfolgreich werden.

Klingt eigentlich logisch, aber es geht noch einen Schritt weiter: Es ist im Grunde egal, welche Siebträger-Maschine für frisch gemahlenes Kaffeemehl Du dir kaufst (wenn du einen richtigen Espresso machst, dann schließt das direkt die meisten Vollautomaten und Kapselsysteme aus) solange sie die beiden wichtigsten Fähigkeiten gewährleistet: Brühtemperatur und –druck. Dies muss nicht zwangsläufig die teuerste Maschine sein.



Vermeide diesen kapitalen Fehler


Viele Unternehmer machen immer wieder den selben Fehler. Sie investieren in die falschen Bereiche: Lassen z.B. teure Webseiten erstellen, die nicht konvertieren, drucken sich aufwändige Visitenkarten (gewonnen hast Du nur, wenn Du in das Mobiltelefon von Deinen zukünftigen Geschäftspartnern gelangst!) und vergessen dabei, wirklich ins Handeln zu kommen.





Egal, was Dein Geschäftsinhalt ist: In der Regel wird Geld durch Verkäufe eingenommen. Umsatz entsteht durch das „Umsetzen“ von Waren und Dienstleistungen. Nicht durch eine teuer eingerichtete Büro-Lobby.


Also richte Dich und Dein Unternehmen qualitativ hochwertig und vor allem funktional ein und nutze Deine „Werkzeuge“ sinnvoll und effektiv, um an Deinem Wachstum zu arbeiten.

Prozesse, die funktionieren


Jetzt brauchst Du noch eine gute Mühle für Deine Kaffeebohnen, denn wenn Du schon in eine sehr gute Zutat investierst, dann solltest Du sie auch dementsprechend weiter verwerten. Die Mühle ist der Trichter, durch den alles hindurch muss und wo sich die Qualität entscheidet.


Das ist im Unternehmertum das Selbe: Du hast eine gute Geschäftsidee und Du hast gute Grundzutaten. Wenn Deine Prozesse jetzt aber nicht hochwertig sind, und Du an den Abläufen sparst, wirst du auch dort nur ein ungenügendes Endergebnis erhalten.



Die Kunst des richtigen Investierens


Lass mich Dir zudem aufzeigen, wie Du von der Barista-Kunst auf das Investieren schließen kannst: Wer als Unternehmer nicht versteht, dass er investieren muss, wird wenig bis nichts verdienen. Beim Kaffee ist das ganz genau so. Selbst bei einer sehr guten Kaffee-Mühle existiert ein sogenannter „Totraum“ unterhalb der Mahlscheiben. In diesem Totraum lagert sich immer eine kleine Menge an Kaffeepulver ab. 


Am nachfolgenden Tag wirst Du dort also noch ein wenig altes Kaffeemehl vorfinden, das über Nacht das Aroma verloren hat. Und hier kommt Deine Investition zum Tragen: Du musst an jedem neuen Tag zuerst eine Espresso-Portion aus der Mühle herauslassen und wegschmeißen. Danach kannst du eine gute und frische Portion nachziehen und damit einen fantastischen Espresso herstellen. 


Investiere auch in dein Business. Und zwar an der richtigen Stelle: Damit du den nächsten wichtigen Schritt machen kannst. Vielleicht musst Du eine wichtige Stelle besetzen, vielleicht musst Du Dich ein wenig mehr aus dem Tagesgeschäft heraus ziehen oder Du musst eine neue Maschine anschaffen. All dies lässt Dein Geschäft wachsen.


Es ist wie bei einem Landwirt: Wenn der Bauer nicht investiert – sprich: seine Saat ausbringt, wässert, düngt, pflegt, noch mal düngt, erneut wässert, dann kann er auch keine Ernte einfahren.

Teste deine Ideen am Markt


Zu guter Letzt ist es wichtig, dass Du den Siebträger mit dem frischen Kaffeemehl erst dann in Deine Maschine einspannst, nachdem Du kurz das Wasser im „Leerlauf“ durch den Auslauf fließen lassen hast. Damit spülst Du Brühgruppe noch mal durch und verhinderst, dass die Kontaktfläche der Siebträgermaschine zu heiß auf das Kaffeemehl auftrifft und damit das Aroma „anbrennt“. 


Übertragen auf Dein Geschäft bedeutet das Folgendes: Überlege wirklich, ob Deine Idee, Dein neues Produkt oder Dein Investment wirklich so großartig ist und „spüle“ Deinen Kopf noch einmal durch. Frage jemanden in Deinem Umfeld, frage Dein Team oder einen versierten Vertrauten um Rat. Wenn du dann ein konstruktives Feedback bekommen hast und selber happy damit bist, dann kannst du deinen Espresso bzw. Dein Business zum Fliegen bringen.


Lass Dir Deinen Espresso schmecken und viel Erfolg bei deinem Business.


Ich habe dazu eine komplette Podcast Episode aufgenommen. Du findest sie hier auf iTunes oder hier direkt im Browser.


Ich freue mich auf Deine Nachricht, Uwe


P.S. Wenn du Fragen hast schreib mir gern auf LinkedIN oder über www.uwevongrafenstein.de


Die Learnings der Barista-Kunst auf einen Blick:

  1. Fokussiere Dich auf die Details.

  2. Achte auf die beste Qualität - diese muss nicht zwangsläufig teuer sein. Aber effektiv.

  3. Achte das Pareto-Prinzip: Augenmerk auf das, was wirklich messbaren Erfolg bringt.

  4. Hole Dir Feedback und "spüle" Deine Gedanken durch.

  5. Investiere in Dich und Dein Business/Deine Karriere


Das Video zum Artikel findest Du hier: https://youtu.be/wU4DFZYVvEY



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2020 - Uwe von Grafenstein, Siegfriedstrasse 8, 80803 München

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