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2019 - Uwe von Grafenstein, Siegfriedstrasse 8, 80803 München

Email: uwe@uwevongrafenstein.de

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  • Uwe von Grafenstein

STATUSSYMBOLE: BIST DU SCHON FREI ODER NOCH IM ZWANG?

Meine Sneaker Sammlung hat mir früher mal richtig was bedeutet. Genauso wie Autos, Markenklamotten und Uhren, bei denen jeder direkt große Augen bekommt, wenn du damit den Raum betrittst...




Ich habe mich eine Zeit lang richtig darüber definiert. Heute fahre ich lieber auf meinem Fahrrad durch den Englischen Garten oder bin höchstens noch auf meiner Vespa unterwegs. Warum? Weil es sich gut anfühlt. Weil es mir mehr Lebensqualität gibt. Anstatt die Erwartungen davon, was andere Leute über Lebensqualität denken, zu erfüllen.


Statussymbole machen vielleicht eine Weile Spaß, aber sie kommen auch mit Nebenwirkungen


Wenn du dir ein Haus kaufst, das du dann die nächsten 30 Jahre abbezahlen musst, hat das einen Effekt auf dich. Oberflächlich gesehen hast du vielleicht ein schönes Haus und fühlst dich dadurch besser, aber was macht diese Verpflichtung der monatlichen Raten mit dir? Bist du noch frei und kannst zum Beispiel deinen Job verlassen, wenn er dir nicht mehr gefällt?


Oder bewirkt die Angst, die Raten nicht mehr bezahlen zu können, dass du in der vermeintlich sicheren Situation bleibst, anstatt das zu tun worauf du wirklich Lust hast?


Als ich mal einen Vermögensberater kennengelernt habe, hat der mir etwas Interessantes erzählt: Die Leute, die das meiste Geld für Statussymbole ausgeben, sind die, die eigentlich gar nicht so vermögend sind.


Sie geben alles Geld wieder aus, was sie einnehmen oder nehmen sogar Schulden in Kauf, um sich das Auto, Haus oder Klamotten zu finanzieren. Und das, obwohl sie das ganze Zeug eigentlich gar nicht brauchen. Außer, um damit anderer Leute Erwartungen zu erfüllen.


Ich sage nicht, du sollst dir nichts kaufen.

Aber ich lade dich ein, dich vorher ehrlich zu fragen, warum du etwas kaufst und ob du

  1. es dir wirklich leisten kannst

  2. es haben willst, weil es dir persönlich mehr Lebensqualität bringt oder

  3. damit eher andere Leute beeindrucken willst

  4. nicht mit einer kleineren oder simpleren Variante vielleicht sogar glücklicher wärst.


Deine Statussymbole kosten dich deine Freiheit


Meine Definition von einem glücklichen Leben ist: Die Freiheit zu haben, zu tun was ich will, wann ich es will und mit wem ich es will.


Wahre Freiheit entsteht aber nicht dadurch, dass ich mir ein großes Auto kaufe oder eine teure Uhr trage – im Gegenteil.

Wenn ich mit solchen Statussymbolen auftauche, erwarten Menschen automatisch auch ein bestimmtes Verhalten von mir. In so einer Situation ist es dann schwierig, sich von all diesen Erwartungen frei zu machen und zum Beispiel ein neues Unternehmen zu starten, bei dem du wieder bei Null anfangen musst.


Denn du versuchst nur noch, deinen Status zu erhalten und zu verwalten und kannst dich kaum wieder in die Anfänger-Rolle begeben. Wie wäre es, wenn du stattdessen mal alles loslässt und dich fragst, was dich persönlich eigentlich wirklich glücklich macht?


Zeit mit deiner Familie? Deinen Freunden? Ein Sonnenuntergang am Meer? Deine morgendliche Joggingrunde im Wald? Ein authentisches Gespräch mit einem Kunden? Du hast nur dieses eine Leben – verbringe deine kostbare Zeit doch lieber mit Dingen, die dir wirklich Freude machen und die dir deine persönliche Form von Glück ermöglichen.


Seit ich mich mich bewusst in die Statusvermeidung begeben habe, ist vor allem eins passiert: Ich bin wieder hungrig. Ohne den Zwang, meinen Status aufrecht erhalten zu müssen, habe ich plötzlich so viel Raum und Kapazität für Neues – vor allem für Projekte und Ideen, die ich gerne umsetzen will und an die ich jetzt entspannt aus der Anfänger-Perspektive herangehen kann. Wie hungrig und wie explorativ fühlst du dich?





Der größte Vorteil von einem Leben ohne Statussymbole


Eine Sache, die außerdem zum Erfolg all meiner Unternehmen beigetragen hat: Ich habe mich am Anfang mit Absicht unterschätzen lassen. Wenn du ohne protzige Statussymbole ankommst, dann erwarten Menschen nämlich nicht so viel von dir. Der Vorteil davon ist, dass du ganz entspannt sein und "over delivern" kannst.


Jeder wird positiv von dir überrascht sein und automatisch mehr von dir wollen! Das hat uns in der Vergangenheit geholfen, wie ein kleines Beiboot an unseren Konkurrenten vorbeizuziehen, die uns überhaupt nicht auf dem Radar hatten. Und das funktioniert unabhängig davon, in welcher Branche du unterwegs bist.



Den kompletten Podcast findest du hier auf iTunes oder direkt im Browser.


Die wichtigsten Learnings für dich zusammen gefasst:

  1. Heute fahre ich Fahrrad statt SUV, weil es mir persönlich mehr Spaß macht

  2. Wenn du 30 Jahre lang ein Haus abbezahlen musst, dann hat das einen Effekt auf dich

  3. Deine Statussymbole kosten dich deine Freiheit

  4. Seit ich Status vermeide, bin ich wieder hungrig und kreativ

  5. Lass dich im Business lieber erstmal unterschätzen, denn dann kannst du automatisch over delivern